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Unumkehrbare Sozialschere

Am 07.01.2005 erschien in der Ostthüringer Zeitung ein kurzer und oberflächlicher Kommentar über unsere deutsche Sozialschere. Leider liegt mir dieser Kommentar nicht mehr vor (Der Inhalt geht aus meiner Antwort hervor - denke ich), doch ich schrieb meine Gedanken dazu noch am selben Abend auf, welche ich niemanden vorenthalten möchte :-)


Diese Problematik in einem kurzen Kommentar abhandeln zu wollen, ist nicht nur nicht möglich, sondern so geschehen auch oberflächlich und irreführend.
Man kann in dieser von verschiedenen Sozial- und Firmenschichten geprägten Gesellschaft nicht den Kleinaktionär mit relativ geringen Einkommen mit Milliardenschweren Konzernen vergleichen!
Mit geringem Kapitalaufwand lassen sich keine Millionen machen (so wurde es aber einst vermittelt) und somit sind es die Kleinaktionäre, welche oft den Profis gegenüber den Kürzeren ziehen. So geschehen bei den meisten Kleinaktionären am ehemals boomenden Neuen Markt.

Natürlich erwartet jeder Aktionär Gewinn aus seiner Investition. Doch das Aktienwesen hat sich so sehr seit seiner Einführung geändert, daß heutzutage Gewinne regelrecht erwartet werden und die Konzerne auf Grund des Konkurrenzdrucks regelrecht gezwungen sind, Umsatz und Gewinn zu steigern. Es ist keine Investition mehr sondern reine Spekulation.

Ein Leserbriefeschreiber hatte an dieser Stelle mal gut Recht, als er meinte: "...so wie die Konzerne meinen sparen zu müssen, müssten sie kurz vor der Insolvenz stehen...". Das dem nicht so ist weiß wohl jeder, zumal sie sonst schon längst von anderen Konzernen übernommen worden wären.
Nein, es geht einzig und allein um die Prozente beim Umsatz und Gewinn - für die Aktionäre.

Dem Kommentar ist weiter zu entnehmen, daß das alles ja eigentlich nicht so schlimm ist und eher eine Ausnahme, denn die Regel ist. Der Verfasser glaubt also, es wird mal wieder besser - das halte ich für naiv. Oder für absichtliche Irreführung zur Beruhigung.

Denn es spricht angesichts folgender Tatsachen absolut nichts dafür, daß die Sozialschere jemals wider zusammenführen wird. Große Vorbild übrigens ist ja die USA...
Wir haben in Deutschland (nicht nur hier) steigende Kosten bei Steuern, Gesundheit, Bildung, Verkehr usw. usf., sinkende Einkommen, exorbitante Schulden, welchen auf Grund von Zins und Zinseszins nie beizukommen ist.
Auf der anderen Seite haben wir ein paar wenige Hundertschaften, welche 90 % des Vermögens unter sich ausmachen. Und diese bekommen wiederum Zinsen, welche von der Volkswirtschaft erarbeitet oder sonst irgendwie aufgebracht werden müssen.

Wie soll hier die Schere wieder zusammenfinden? In den letzten 15 Jahren ist es kein deut besser geworden - im Gegenteil.

Und wenn ich jeden Tag lese, was die Volksfremde Deutschland-Politik da oben so veranstaltet und ihrer Kreativität in Sachen Sozialraubbau und Fremder-Taschen-Leeren einfallen läßt, sehe ich kein Licht am Ende des Tunnels.

Das System krankt und doch geht es irgendwie weiter (analog zur DDR einst).

Weil es jene, denen es noch halbwegs gut geht, entweder nicht wahrhaben wollen, daß das System vor sich hin fault oder aus Bequemlichkeit.
Diejenigen, die schon am Boden sind, sowie das andere Extrem der Multimillionäre, sehen auch keinen Grund etwas zu ändern. Wozu auch ...

Das ist die Realität. Nichts anderes. Es soll nur keiner Erschrecken, wenn sich diese Scheinwelt auflöst (Zinsspirale und deren Kollaps z.B.).
20.4.06 13:38
 


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